25 Wochen – ein Objekt

Morgen wollen wir nach Athen fahren – zum ersten Mal in diesem Jahr. Philippe kennt daher die Stadt noch gar nicht. So erzählte ich ihm, was ihn dort erwartet. Vor allem war er an den Tempeln interessiert. Er staunte, wie alt die sind. Wozu man die gebaut habe, wollte er wissen. „Nun, diesen“, sagte ich und zeigte ihm eine Zeichnung, „hat man für Hephaistos gebaut. Der ist der Gott der Vulkane. Drum haben die Römer ihn dann auch Vulcanus genannt.“ – „Auf meinem Planeten gibt es zwei Vulkane“, rief er etwas beunruhigt. „Die habe ich immer gefegt. Man weiß ja nie! Und jetzt bin ich gar nicht da, um auf sie aufzupassen. Wenn sie nun ausbrechen und Feuer spucken?“

Was war da zu tun? „Mach dir keine Sorgen“, tröstete ich ihn. „Wir werden Hephastos bitten, solange, wie du hier bist, auf deine Vulkane aufzupassen. Das macht ihm gar nichts aus. Im Gegenteil, es wird ihn freuen, wenn er was zu tun hat.“

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About gkazakou

Humanwissenschaftlerin (Dr. phil). Schwerpunkte Bildende Kunst und Kreative Therapien. In diesem Blog stelle ich meine "Legearbeiten" (seit Dezember 2015) vor und erläutere, hoffentlich kurzweilig, die Bezüge zum laufenden griechischen Drama und zur Mythologie.
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3 Responses to 25 Wochen – ein Objekt

  1. So schön Deine Geschichte und Dein Kunstwerk dazu wieder eine atemberaubend schöne Zeichnung!😍👏🏻👏🏻👏🏻👏🏻👏🏻👌🏻👍🏻

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