Jeden Sonntag ins Archiv hinabsteigen und schauen, was ich an einem Tag wie diesem in einem früheren Jahr gedacht und gemacht habe – das möchte ich auch weiterhin tun. Denn allzu schnell vergehen die Tage, und es ist schade um so manches, was in Vergessenheit sinkt.
Heute hole ich ein paar Bilder vom 18.1.2016, meinem ersten Bloggerjahr, hervor. Zugvögel nannte ich ein Bild, das ich aus Schnipseln legte. Ist es ein Zufall, dass ich am vergangenen Sonntag an die Zugvögel dachte, die dem kleinen Prinzen seine Flucht ermöglichten? (hier)
Vielleicht haben mich damals die Menschen, die über alle Grenzen nach Europa hineinströmten, inspiriert. Ich schrieb:
Die Zugvögel tragen die Farben der Landschaften in ihrem Gefieder. Grenzpfähle kümmern sie nicht. Sie fliegen in den hellen Morgen hinein und …

… sie fliegen, wenn das Licht schwindet.
Sie fliegen über abgeerntete Felder und aufgebrochene Äcker, gen Süden fliegen sie. Sie fliegen, wenn das Licht schwindet.
Sie fliegen über das Meer, das Homer das weinfarbene nannte.

Sie werfen ihre Schatten über die ausgedörrten baumlosen Ebenen Afrikas

Ihre Sehnsucht trägt sie den frischen hellgrünen Saaten zu

Hier werden sie bleiben, bis sie erneut den Aufbruch suchen.

Mit den Farben ihrer großen Reise im Gefieder kehren sie zurück in die Länder des Nordens.
