Für das heutige Adventskalendertürchen zeichnete ich (und zeigte) eine Seite aus Klees „unendlicher Naturgeschichte“. Es zeigt eine liegende Acht mit einer orange und einer blauen Fließrichtung und in der Mitte ein Herz.
Die Seite ist Teil eines umfangreichen Abschnitts, in dem es um „Wege des Naturstudiums und konstruktive Kompositionswege“ geht. Ich versuchte, Klees Gedankengängen zu folgen, doch blieb ich vor allem am Bildmaterial hängen und verstand nur wenig.
Doch soviel verstand ich immerhin, dass das Herz den Blutkreislauf antreibt und so unseren Körper durchblutet, die Nährstoffe hin- und die Abfallprodukte abtransportiert, und das ohne Rast und Ruh, immerzu, Tag und Nacht, vom ersten bis zum letzten Atemzug und zum letzten Pulsschlag. Aufbauend – abbauend, regenerierend – degenerierend im ständigen Wechsel.
Angetrieben von einem zentralen System, das aus einem Hohlmuskel mit vier Hohlräumen besteht, durchflutet das Blut sämtliche Organe, wobei sich das rote sauerstoffreiche und das blaue sauerstoffverarmte Blut die Waage halten – zwei Seiten einer Medaille.
Ich versuchte, mich mithilfe einer neurografischen Zeichnung mit diesem Kreislauf zu verbinden. Wie wirkt er in meinen Organen? In der Leber, der Lunge, der Milz? Im Magen, in den Füßen, dem Hirn? In den Augen, der Zunge, der Haut?…
Natürlich kommt meine Zeichnung nicht an die Wunderwelt des Blutkreislaufes heran, aber für mich ist sie dennoch ein Gewinn.
Ohne diesen wunderbaren Blutkreislauf sind wir nicht lebensfähig…
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