Tagebuch der Lustbarkeiten: Synchronizität erleben

Eben, als ich darauf wartete, dass mein Computer lud – ich hatte ihn wegen eines kurzen Stromausfalls ausgestellt -, spitzte ich dicke Buntstifte, die es seit langem nötig hatten. Die Buntstiftspitzschnipsel waren hübsch anzusehen, und so mochte ich nicht entsorgen, bevor ich ein Bildchen daraus gelegt hätte.

Oder auch zwei und drei.

Als dann der Computer wieder lief, schaute ich bei meinen ungelesenen Mails nach und sah als erstes, dass Cynthia von Querfühlerin ebenfalls Buntstiftschnipselreste zeigte, die ihr sehr lieb sind und die sie sogar mit in ihr Grab nehmen möchte.

Das ist einer der Augenblicke, wo der Begriff der „Synchronizität“ sich mit prallem Leben füllt. Denn ehrlich, wie oft spitze ich meine Buntstifte? Diese hier spitzte ich zum ersten Mal – um sie bereit zu halten fürs neugographische Zeichnen, in das mich eben diese Cynthia einführt. Und so habe ich beim Spitzen sicher an sie gedacht. (An eine Grabbeilage dachte ich freilich keineswegs).

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About gkazakou

Humanwissenschaftlerin (Dr. phil). Schwerpunkte Bildende Kunst und Kreative Therapien. In diesem Blog stelle ich meine "Legearbeiten" (seit Dezember 2015) vor und erläutere, hoffentlich kurzweilig, die Bezüge zum laufenden griechischen Drama und zur Mythologie.
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9 Responses to Tagebuch der Lustbarkeiten: Synchronizität erleben

  1. Avatar von Unbekannt Anonymous sagt:

    Ein spannendes Thema, Synchronizität. Ich lese gerade ein Buch darüber, über die Hirnstrukturen und biochemischen Abläufe. Faszinierend. Aber auch im Leben an sich fand ich es immer wieder: Ich begab mich in ein Thema und plötzlich fand ich überall Dinge, die damit in Resonanz traten.

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    • Avatar von gkazakou gkazakou sagt:

      Danke! Und bitte: wer bist du und wie heißt das Buch? Dass die Fokussierung auf ein Thema dazu führt, dass man plötzlich überall Entsprechendes findet, ist nicht eigentlich Synchronizität, ein Begriff, den CG Jung in die Debatte warf, als gleichberechtigt mit Kausalität.

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  2. toll, was Du da aus Buntstiftrestchen gelegt hast, Gerda! Beim ersten Bild dachte ich, ach, sie macht sich einen neuen Header *lach*

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  3. Also Gerda, da hat Du diese Zeitspanne wirklich kreativ genutzt! Sehr erfreulich!

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  4. Das mit der “ Grabbeilage“ las ich erst später.

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  5. Alles ist mit allem verbunden… und manchmal eben mehr 🙂 . Ich freue mich!

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