Heide von Blog Puzzleblume lädt uns ein, Dienstags ein Drabble, also einen Text von 100 Wörtern zu schreiben, in denen drei von ihr festgelegte Wörter enthalten sind. Diesmal sind es die Wörter „Ackerland – vermuten – unkenntlich“.
Ein gewöhnliches Städtchen, und rundum die Felder. Im frühen Licht erschienen Panzer und wühlten sich in das fruchtbare Ackerland, es kamen auch Mannschaftswagen voller Soldaten und Fahrzeuge mit schwerem Gerät, frag mich nicht, was es war, ich verstehe nichts vom Kriegshandwerk. Geschosse flogen jaulend durch die Luft, explodierten Löcher reißend in Leibern von Menschen, Hunden und Häusern. Dann kam der Regen. Die Fahrzeuge blieben im Schlamm stecken, die Männer schleppten sich weiter.
Unkenntlich wurde diese friedliche Welt. Niemand würde vermuten, dass hier kürzlich noch unzählige goldene Ähren im leichten Wind wogten und Ackerwinde, Schafgarbe und Kornblumen blühten, umschwirrt von Bienenvölkern.


leider sehr realistisch – und wie immer bleibt die Frage: Wozu das Ganze?!
LikeLike
So eindrucksvoll, wie diese Bilder, die den Text umfassen, das Ganze noch schmerzlicher wirken lassen. Vor allem beeindruckt mich die graue, wie klagende Gestalt auf dem unteren Bild. Angesichts dessen ist fast unwichtig, dass das Ackerland zu Ackerboden wurde.
LikeLike
danke, Heide! Ich werde es verbessern.
LikeGefällt 1 Person
Beeindruckende Worte, liebe Künstlerin …
Berührt mich sehr, was du hier in a nutshell zusammengefasst hast.
Liebe Grüße vom Finbar
LikeLike
Danke dir, lieber Finbar
LikeGefällt 1 Person
das ist sehr eindrücklich in bild und wort!
LikeLike
Lieben Dank, Diana!
LikeGefällt 1 Person
schrecklich, schrecklich, aber leider die bittere Wahrheit und warum das Ganze???
Menschen sind armselige Geschöpfe. Sie zerstören so schnell, wie sie auch aufbauen können – wenn sie nur wollen
LikeGefällt 1 Person
Nun, das Zerstören gehtdoch um einiges schneller als das Aufbauen. 😉
LikeGefällt 1 Person
So sinnlos, so traurig und doch passiert es jeden Tag an so vielen Orten
LikeLike