Vorhin trug ich den Christstern hinaus, um ihn einzupflanzen. Die roten Blätter sind fast alle noch da, aber die grünen haben sich gelichtet. Dafür wachsen direkt unterhalb der roten frische grüne Blättchen hervor.
Als ich aus dem Garten zurückkomme, sehe ich am Boden etwas, was auf den ersten Blick eine Raupe zu sein scheint. Ist die aus dem Christstern gefallen? Nein, es ist ein fein zusammengerolltes Blatt.
Die anderen Blätter des Christsterns vertrockneten weniger spektakulär. Sie wurden einfach gelber, schlapper, schließlich krümmten sie sich ganz zusammen und fielen ab. Dieses aber ist wirklich sehenswert. Es hat eine fein gerippte in sich gedrehte Hülse gebildet, die jedem Künstler Ehre machen würde. Ich nehme es zwischen die Finger und lasse es um seine Achse rotieren.
Bezaubernd finde ich, wie sich die noch ein wenig grüne Blattseite in die Bewegung hineinschmiegt, um schließlich ganz in ihr aufzugehen.
So wird augenfällig, was die Worte Entwicklung und Einwicklung bedeuten.





Ja, eine Raupe, – so sieht es aus. Ein Kunstwerk der Natur, ob Blatt oder Raupe. Und die Künstler erkannten und erkennen es immer wieder neu, Gerda.😊💚
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Die Faszination / Schönheit der Vergänglichkeit .. habe ich gerade auch bei Tulpen gesehen .. :-)
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Danke, leider ohne Namen.
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Toll, Gerda! Eine feine Vorstellung mit einem vertrocknenden Blatt, dessen Schönheit Du ganz wundervoll vorstellst.
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