Auf der Suche nach neuen Impulsen (4)

Gerhard von KopfundGestalt schrieb zu meinen letzten Suchbewegungen im Kommentar: „informel – selten von deiner Hand“. Das fand ich interessant, denn die Begründer der „art informel“,  besonders Wols (1913-1951)  und Jean Fautrier (1898 – 1964), gehörten lange zu meinen Lieblingsmalern. Eine Ähnlichkeit zu meiner No 1  ist durchaus gegeben (https://gerdakazakou.files.wordpress.com/2018/06/img_7468.jpg?w=640)  Das war mir gar nicht bewusst, als ich das Bild auswählte. Danke, Gerhard, für deine Aufmerksamkeit.

Nun schaute ich mal in meinem Archiv nach, ob sich nicht noch weitere „informel“ Arbeiten finden würden. Und siehe da! (Ich malte die meisten im Februar 2014, manche sind älter)

Und nun frage ich mich: will ich diesen Impuls aufgreifen oder nicht? Oder ist mir die Lust auf informel Arbeiten vergangen? Das sind so Fragen….

Über gkazakou

Humanwissenschaftlerin (Dr. phil). Schwerpunkte Bildende Kunst und Kreative Therapien. In diesem Blog stelle ich meine "Legearbeiten" (seit Dezember 2015) vor und erläutere, hoffentlich kurzweilig, die Bezüge zum laufenden griechischen Drama und zur Mythologie.
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12 Antworten zu Auf der Suche nach neuen Impulsen (4)

  1. wildgans schreibt:

    Diese Fragen kannst du dir nicht beantworten, verstehe ich das richtig?
    Nachtgruß von Sonja
    P.S.: Ich kann sie dir erst recht nicht schlüssig beantworten!

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    • gkazakou schreibt:

      Danke, Sonia. ich stelle mir die Fragen selbst, du brauchst dir meinen Kopf nicht zu zerbrechen. Es sind Fragen wie: wenn ich nach Paris fahre, werde ich dann Lust haben, den Eifelturm zu besteigen? Irgendwann werden sie sich von allein beantwortet haben.

      Wünsche einen erfreulichen Sommer!

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  2. Ulli schreibt:

    Liebe Gerda, jetzt bin ich dir auch dankbar für „Wols“, ich bin jetzt eine ganze Weile bei ihm hängengeblieben, ich habe viele phantastische Bilder entdecken dürfen … dann habe ich mir deine angeschaut und wieder blieb ich länger hängen: between dawn and dust spricht mich sehr an! Aber auch die Kraft, die in dem Bild „sunrise“ steckt, die Sonne, die die Nacht wegschiebt, sehe ich darin. Mein dritter Favorit ist „Bild“ – ich merke immer wieder, dass mich schwarze Konturen ansprechen, solche, die zeigen und dabei doch auch ungefähr bleiben.
    Und nun bin ich einfach weiterhin gespannt, wohin dich nun all das tragen wird, wir werden sehen. Ich dachte auch an deine Reise nach Ephesos…
    herzliche Gute-Nacht-Grüße,Ulli

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  3. kowkla123 schreibt:

    du findest immer was, dann wollen wir mal das Wochenende mit Spaß und ohne Sorgen genießen, Klaus

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  4. kopfundgestalt schreibt:

    Ab 6 scheint mir Schuhmacher entgegen zu leuchten.
    Mir gefällt das alles sehr, ab Nr. 1, die schon für sich prächtig ist.

    Die Frage für Dich ist, ob dir Gestus künstlerisch genügt?! Dir persönlich.
    Zu Informel a la Wols gehörte für mich seinerzeit, als ich eine Ausstellung von ihm sah, daß sich die Schrafuren und Bündel GERADE NICHT harmonisch zu etwas fügten wie etwa bei Soulages.
    Es soll keine schnelle Ästhetik draus werden.
    3 und 4 etwa ist meinem Empfinden nach Wols. Da will sich nicht so schnell etwas Harmonisches daraus auftun.
    Auch das letzte hat Harmonie, ist aus seinen Elementen grafisch wohlgefällig angeordnet.

    Was möchtest Du also: Kunst a la Soulages, Chillida oder Wols?

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    • gkazakou schreibt:

      Lieber Gerhard, Dank fürs gute Hinsehen und Fragen. Wols liegt mir am meisten – einiges von ihm jedenfalls. Und das ist eben auch in einigen meiner Sachen zu spüren. Aber a la Wols, Soulage oder Chillida will ich durchaus nicht malen. Ich bin sehr am Rätseln momentan, wo ich hin will. Jedenfalls nicht zurück in die 50er Jahre, und zum Epigonentum habe ich auch weder Lust noch Talent. Ich werde Zeit brauchen, und die lasse ich mir auch. In der Zwischenzeit schaue ich, wie ich schon sagte, ob in meinen älteren Sachen oder in den Arbeiten anderer Künstler Impulse für mein Nachdenken stecken. Deine Fragen helfen auch dabei.

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      • kopfundgestalt schreibt:

        Was ich über die letzten 13,15 Jahre konstant tat, war zeichnerischer Akt, meist nicht mehr als dieses.
        Nun stellte ich jüngst fest, daß ich in manchen älteren Akten eine andere Herangehensweise hatte als dann ein paar Wochen später. Und zwar nicht durch bewusste Änderung, sondern scheinbar schlichtes Vergessen! Daß man also interessantes Vorgehen einfach vergessen kann und dann auf ältere, wenig günstige Weisen zurückfallen kann, ist merkwürdig.

        Ich hoffe daher, daß Du durch das Studium deines älteren Materials gewinnst.

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    • gkazakou schreibt:

      und noch: danke für den Hinweis auf Schumacher, den ich kaum kenne. Für interessierte Gucker: http://www.esmh.de/web/de/esmh/index.html

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      • kopfundgestalt schreibt:

        Das Schumachermuseum in Hagen habe ich nur kurz nach seiner Eröffnung kennengelernt. Durch einen Zufall.
        Wir waren in Bottrop und dort im „Quadrat“, das alles im übrigen in einer Tour de force in Sachen Kunst 2011.
        Eine Frau im Park des „Quadrat“ empfahl uns Hagen. So verband ich damals Hagen und Unna.
        In Hagen sind zwei Museen nebeneinander zu finden!!
        Der Kopf ging einem über!

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  5. www.wortbehagen.de schreibt:

    Liebe Gerda, was bedeutet informel für einen Maler? Ohne Erklärung komme ich nicht dahinter, kann es nicht aus den gezeigten Zeichnungen herauslesen, ich kenne auch diese Kunstrichtung nicht. Dein Boot, das es in meinen Augen war, ist etwas Besonderes. Überzeugt durch Schlichtheit und kommt mit wenig aus. Das finde ich in between dawn and dust auch und auch das würde meinen Kunstsinn genau treffen.
    Bei den anderen überlege ich sehr, was davon ich noch mag

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    • gkazakou schreibt:

      Herzlichen Dank, Bruni. Informel ist eine in Frankreich begründete Stilrichtung und ist, was es sagt: informell.eben. Den Begriff geprägt hat Jean Fautrier, so um 1945 herum. Kannst ja mal bei ihm nachgucken. Sie richtet sich gegen die strikt geometrische Form, lässt viel Raum für Geste und Handschrift, dh für das spontane rhythmische Setzen von Strichen, die Farben werden locker gesetzt – so ungefähr. Wie mit allen Bezeichnungen für Stilrichtungen passen sie nicht wirklich auf die Werke verschiedener Künstler, es handelt sich mehr um einen Hinweis auf ein paar Eigenschaften ihrer Kunst. Sicher kennst du Kandinsky und wie er, nach einer langen Phase der kleinen Landschaftsbilder, plötzlich riesengroße lockere abstrakte Bilder malte. Die sind Vorläufer des Informel. Später wurden seine Bilder ja wieder sehr durchkalkuliert mit geometrischer Formensprache.

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      • www.wortbehagen.de schreibt:

        ich verstehe, es bedeutet also eigentlich, weg vom streng Geometrischen und Mut zur freieren Gestaltung, zur Individualität. Mir war nur der Begriff selbst so fremd.
        Vielleicht habe ich nie darauf geachtet

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