Flüchtlingspolitik: Wir distanzieren uns

Blütensthaub

Das aktuelle Verhalten der österreichischen Bundesregierung in der Fluchtkrise ist kontraproduktiv und inakzeptabel. Ein Aufruf österreichischer Kunstschaffender, den eingeschlagenen Kurs schleunigst zu ändern Wir protestieren gegen die Politik des Hochziehens von Grenzzäunen, des Abschottens, wie zuletzt auf dem Wiener „Balkangipfel“ beschlossen, sowie der Einführung willkürlicher numerischer Obergrenzen bei der Aufnahme von Asylsuchenden. Dies führt – wie zu erwarten war und unmittelbar Realität wurde – zu einem Stranden der Flüchtenden in Griechenland und direkt in eine menschliche Katastrophe. Die Lage im ohnehin schon unter hoher Belastung stehenden Griechenland, das aufgrund der Geografie und des Fehlens direkter Fluchtrouten in Binnen-EU-Staaten automatisch zum EU-Erstaufnahmeland für Flüchtende aus den Kriegsgebieten Syriens und Iraks wird, wird zudem durch uneinsichtige und undiplomatische Haltungen mancher nationaler Regierungen verschärft. Wir distanzieren uns entschieden von der Schuldzuweisung an die griechische Regierung und damit der völligen Entsolidarisierung mit der Bevölkerung der betroffenen Regionen, wie sie etwa vonseiten der österreichischen Bundesregierung…

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Über gkazakou

Humanwissenschaftlerin (Dr. phil). Schwerpunkte Bildende Kunst und Kreative Therapien. In diesem Blog stelle ich meine "Legearbeiten" (seit Dezember 2015) vor und erläutere, hoffentlich kurzweilig, die Bezüge zum laufenden griechischen Drama und zur Mythologie.
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4 Antworten zu Flüchtlingspolitik: Wir distanzieren uns

  1. Ingrid Soieker schreibt:

    Danke, dass du die solidarischen Gedanken vieler Menschen in Österreich mit Verstand und Herz aufzeigst. Eine österreichische Kollegin, mit der ich in der Flüchtlingshilfe gearbeitet habe, hat in der letzten Zeit verschwiegen, woher sie kommt.

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  2. Zum Glück gibt es auch die anderen Stimmen. Ein Beitrag von S2 Kultur in den letzten Tagen berichtete von der grossen Leistung der Griechen bezüglich der Aufnahme von Flüchtlingen. Insbesondere wurde der freundlichere Umgangston untereinander, die ungebrochene Hilfsbereitschaft und das Nichtvorhandensein von Gewaltattacken auf Unterkünfte hervorgehoben…..

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    • gkazakou schreibt:

      danke! ja, es ist wahr: die Menschen hier helfen mit ihren geringen Mitteln, so gut es eben geht. Es ist sehr berührend. Keine Spur von Aggression, obgleich es hier auch eine faschistoide Partei gibt. Aber sie hält den Mund, als wisse sie, dass sie mit Attacken gegen die Hilfesuchenden keine Lorbeeren ernten würde. Widerstand von lokalen Gruppen gibt es gegen die „Hotspots“, weil man keine Konzentrationslager auf griechischem Boden wünscht.

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  3. haluise schreibt:

    EUROPA LÄSST JEDE BALANCE MISSEN, das nennt man chaos von körper, geist und SEELE.
    DENNOCH
    oder gerade deswegen kommen einzelne menschen und kleine gruppen zuhilfe und überfordern sich mit bravour.
    das bringt dieser massive WANDEL, der die ERDE und die MENSCHEN betrifft, mit sich.
    — es wird alles gut und wenn es nicht gut ist, dann ist es noch nicht das ende — indisches sprichwort.
    tja, was kann man dazu kluges schwätzen ? … TSE, TSE, tse, tse …
    BIN LUISE

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