Christoph (hier) machte im vergangenen Dezember den Vorschlag, jeden Tag eine Zeichnung in einem Kalender anzufertigen, so dass am Jahresende 365 Zeichnungen wie in einem Erinnerungsbuch zusammengefasst sind. Die Idee gefiel mir. Ich kaufte sogleich einen dicken linierten Kalender in einem Format zwischen A4 und A5 (also etwas kleiner als Schreibmaschinenpapier), und am ersten Januar begann ich schüchtern mit meiner ersten Skizze. So ein Riesenprojekt schüchtert mich eben ein. Ich wollte ja den Kalender nicht gleich am Anfang versauen.
Doch dann fasste ich mir ein Herz. Nur frisch drauflos! sagte ich mir. Ich nahm meine Buntstifte und zeichnete den Kleinen Prinzen, den ich grad zum Jahresdämon erkoren hatte, als Fantasiegestalt. Am zweiten Januar machte ich einen weiten Spaziergang, dabei machte mir eine dicke Meereszwiebel mit kräftigem Blattgrün besonderen Eindruck. Am dritten Januar regnete es, und so kam der Plüschhund an die Reihe, der auf dem Schreibtisch Wache hält, und hinter ihm der kleine Prinz. Heute, am 4. Januar, war ich am recht wilden Meer, das neues Geröll an die Küste warf.
Diese vier Skizzen zeige ich heute, um im selben Rhythmus mit dem Ideengeber Christoph meine gezeichneten Kalendernotizen zu veröffentlichen.




Das scheint ja wieder sehr gut zu werden.
Ich habe es auch bei mir angezeigt.
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Ein super Einstieg! Da freue ich mich schon auf weitere Seiten!
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Ein klasse künstlerisches Projekt!
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Liebe Gerda, eine alte Idee von mir. Seit 2013 zeichne ich mich täglich in einem Kalender. 🙂 Ich glaube sogar, dass wir die selbe Art von Kalender verwenden. Meiner ist bloß in deutsch. 🙂
Jedes Jahr nehme ich mir ein anderes Material vor. Dieses Jahr zeichne ich mich jeden Tag in einer Linie.
Viele liebe Grüße von Susanne
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Liebe Susanne, an dich dachte ich sofort, als Christoph dies Kalendertzeichnen vorschlug. Deine Selbstportrait-Kalender über so viele Jahre, die deine jeweiligen seelischen Befindlichkeiten widerspiegeln, sind einmalig. Ich dachte erst auch, ich benutze ein Material, aber ich suche noch herum, es ist noch ein Provisorium, bis sich eine einheitliche Idee herausbildet. Momentan nehme ich einfach etwas, was mir an dem Tag besonders aufgefallen ist, und gebe es mit den Stiften, die ich zur Hand habe, wider. Ich möchte gern einen Rhythmus finden, also immer ungefähr zur gleichen Stunde zeichnen, aber dann ginge es nur drinnen.
Also wird dieser Kalender ein Ausprobieren sein. Im nächsten Jahr habe ich dann einen sicheren Ansatz (hoffentlich). Liebe Grüße nach Berlin!
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Ja, es braucht ein wenig Vorlauf bis man seinen Rhythmus findet. Das finde ich auch. Ich bin noch dabei, meinen Rhythmus nach der Abgabe der Diss zu finden. Ich fühle mich so ein wenig in „Warteposition“, bis das Gutachten eintrifft. Es kann bis Mitte Februar dauern.
Ich bin gespannt, wie dein Kalenderprojekt weiterläuft. Liebe Grüße von Susanne
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Eine tolle Idee. Ich nehme mir mal den Wochenkalender vor…
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Ja!!
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Die Meereszwiebel gefällt mir sehr, aber selbstverständlich auch der hübsche kleine Prinz
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