In der Zeichenschule (6): Kouros

Nach der gestrigen Spielerei war heute wieder Schufterei angesagt: Vier Stunden lang bemühte ich mich um die korrekte Darstellung eines Kouros-Kopfes. Ich liebe die Kouroi – diese lächelnden Jünglinge, die älter sind als die späteren klassischen Werke. Die Kouroi entstanden ab 650 v.Chr., die klassische Epoche begann gegen 490 v.Chr.

Obgleich der Kopf klare Linien hat, ist die Wiedergabe sehr kniffelig. Eine zusätzliche Schwierigkeit ist, dass das Licht zwischen 5 und 9 Uhr abends stark wechselt. Anfangs ist der Raum zusätzlich zum Kunstlicht noch vom Tageslicht erhellt, später nur noch vom Kunstlicht. Dann treten die Kontraste viel stärker hervor.

Das Ergebnis ist nicht schlecht, die Abmessungen des Gesichts stimmen recht gut, doch ist mir der Kopf zu breit und das Ohr zu hoch geraten. Ich bin zufrieden, obgleich mir die Zeichnung nicht wirklich gefällt. Aber es ist eine gute Übung in Beobachtung und Disziplin. Und ich finde es immer gut, etwas dazuzulernen.

Zur Kontrolle hier mit Fotoüberblendung.

Ich habe dann die Farben dieser überblendeten Zeichnung noch verstärkt, um die Überschneidungen von Zeichnung und Foto deutlicher zu erkennen.

 

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About gkazakou

Humanwissenschaftlerin (Dr. phil). Schwerpunkte Bildende Kunst und Kreative Therapien. In diesem Blog stelle ich meine "Legearbeiten" (seit Dezember 2015) vor und erläutere, hoffentlich kurzweilig, die Bezüge zum laufenden griechischen Drama und zur Mythologie.
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2 Responses to In der Zeichenschule (6): Kouros

  1. Das Ohr sitzt schon beim Original ziemlich hoch, darum finde ich es trotzdem richtig gezeichnet!

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