Seit gestern abend bin ich nach einer Woche Abwesenheit wieder in der Mani. Die fünf großen Katzen und die beiden goldenen kräftig gewachsenen Nachkömmlinge sind wohlauf, aber die drei Winzlinge (zwei reizende grauweiße und ein buntes) sind verschwunden. Fritzi verlangt erneut Sonderbehandlung und bekommt sie auch.
Heute war wechselhaftes Wetter, sehr schönes Licht, und das Meer von kaltem Blau. Ich arbeitete viele Stunden im Atelier: putzte Gläser und Rahmen, entfernte Spinnweben, sortierte Zeichnungen, die ich aber nicht fotografierte. Vielleicht hole ich es irgendwann nach.
Dann machte ich mich über die Regale her, in denen Gläser, Flaschen, Teller und große Papierrollen lagerten. Tja, die Papierrollen entpuppten sich als großformate Zeichnungen… Es sind sehr viele, und beim ersten Sichten sah ich, dass es einige wirklich gute darunter gibt. Also kann ich sie nicht einfach wegwerfen, sondern muss mich erneut ans Aussortieren machen.
Obgleich es mühsam ist und mein Rücken sich bitter beklagt, tut mir diese Arbeit gut. Ich freu mich schon auf morgen, dann geht es weiter. Jetzt muss ich erst mal Fritzi streicheln. Sie wünscht das. Leider weiß sie noch nicht, dass ihre Krallen nix für mich sind.




🧡🧡🧡
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Und Du hältst das Kratzen aus und streichelst liebevoll weiter👍
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Also nein, das Kratzen halte ich nicht aus, da passe ich auf. Katzenkrallen sind sehr schmerzhaft.
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😊
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Fritzi ist Dir wohlgesonnen, liebe Gerda, und akzeptiert Dich.
Ihren Krallen solltest Du ausweichen. Sie benutzt ihre Krallen auch, wenn Du an einer empfindlichen Stelle streicheln möchtest. Da kommen die Krallen sofort zum Einsatz.
Nicht zu viel auf einmal machen wollen, Gerda! Dein Rücken schreit doch schon.
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Ich weiß, liebe Bruni. 🙂
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Habe eine Erzählung eines Keramikers im Kopf , der einst alte ungenügende Arbeiten wegwarf/ verscharrte , als er umzog. Als er wieder in die Gegend kam, stellte er fest, dass sein ehemaliger Nachbar die Arbeiten ausgegraben hatte und auf seiner Grundstücksmauer anbrachte. Und er stellte fest: manche seiner wegeworfenen Arbeiten hatten mehr Qualität als er seinerzeit dachte.
Nun traf ich den Mann, etwa 60 und schneidig, wieder. Ich hatte mal einen Kurs bei ihm vor etwa 14 jahren gemacht, Aktmodellieren.
Noch mehr mein Erstaunen, dass er die keramik völlig ad acta gelegt hat.
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Eine interessante Geschichte. Das Ungenügen mit dem Eigenen kann schon zu unachtsamem Entsorgen und auch zu vollständigen Abbrüchen führen. Zwischen überhöhtem Selbstanspruch und Entwertung der eigenen Leistung besteht ein enger Zusammenhang.
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Er war mit einer sehr schönen Frau zusammen, als ich in wieder sah. Vielleicht schafft sie es, ihn zu bekehren. Er war ein aussergewöhnlicher Künstler gewesen. Nun hat er starke Berührungsängste vor der Keramik.
Diese dir mitgeteilte Geschichte erzählte ihm im Beisein mit dieser Frau. Er erinnerte sich dran.
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Berührungsangst mit der Keramik hatte auch eine Freundin von mir, die früher eine hervorragende Keramikerin war. Bei ihr spielten traumatische Erlebnisse, die ihrer Keramikerzeit ein Ende setzten, eine Rolle. Danach konnte sie sich nicht mehr mit Ton befassen. Sie sammelte stattdessen Schrott und machte Kunstwerke daraus.
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Von einem andersgearteten Ausgang seiner Kreativität weiß ich nichts, es schien so, als lebe er bar von ihr.
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jaja, all die durchlöcherten Ärmel…nun geht es wieder los
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Macht nix. Ich muss halt aufpassen, und langsam wird sie es schon lernen, dass ihre Krallen mir wehtun.
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sie lernen. Mäxi macht genau das Gleiche…aber er hat niemand anderen zum Spielen…die alten ladies jedenfalls nicht.
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Es ist schön, wenn man zuhause erwartet wird, und dann bei der Arbeit begleitet. Dann kann man ihr zwischendurch auch durchaus vergnügliche Seiten abgewinnen. ☺️
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Danke! Ich arbeite gern, wenn ich meinen eigenen Rhythmus und selbstbestimmte Ziele habe. Entfremdete fremdbestimmte Arbeit ist quälend.
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Wer so arbeiten kann… 😉
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