Meine Befassung mit der geplanten Atelierausstellung führte mich heute zur Frage: Soll ich das Atelier neu streichen, und wenn ja, wie? Wieder weiß?
Vielleicht streiche ich eine Wand anders, zum Beispiel dunkelrot? Ich habs hier mal an einem Foto des Ateliers und der reinkopierten Hängung ausprobiert. Die anderen Wände sind eintönig weiß, die Grau- und Beigefärbung entsteht durch die Lichtverhältnsse.
Auch das Thema der Rahmungen beschäftigte mich. Als ich gestern in der Ausstellung rumwanderte, beachtete ich insbesondere die Rahmung. Da gibt es die schweren oder auch leichten Goldrahmen, die man früher bevorzugte, da gibt es die einfachen Leisten und die Schattenfugenrahmen, da gibt es die verschiedenen Passepartouts und schließlich auch das Plexiglas, in das die Bilder eingeschlossen werden.
Spaßeshalber probierte ich aus, wie sich meine Bilder mit oder ohne Passepartout in den Rahmen machen. Das erste ist von Nikolaos Gizys, „Harmonia“, 1893, die anderen beiden sind von mir.
Das erste ist von Ioannis Altamouras, 1872-74, das zweite von mir (etwas verbreitert).
Hinter sehr schwerem Goldrahmen steckt das Bild von Thalia Flora Karavia „Einsamkeit“, 1907-12, daneben mein Widderkopf in etwas gestauchtem Rahmen.
Der „Frühlingsmorgen in Athen 1909“ ist eine zeitgenössische Arbeit von Andreas Georgades, Tusche auf Papier 2014. Die beiden anderen sind Tuschezeichnungen auf aufgerauten Pappestreifen von mir, die ich bisher noch nicht zeigte, da sie sich hier in Athen befinden. Den Rahmen habe ich angepasst.
Im folgenden vergleiche ich meine Pastellkreidezeichnung einer südlichen Landschaft in seiner jetzigen weißen Rahmung mit der obigen feinen Silber-Rahmung. Das Bild habe ich dem Rahmen angepasst (verbreitert).
Hier sieht man ein Triptychon von Valerios Kaloutsis, „Komposition einer Landschaft“ von 1984 und drei meiner schnellen Bleistift-Skizzen in derselben Rahmung.
Die richtige Rahmung ist bei einer Ausstellung sehr wichtig. Aber es ist natürlich auch eine Kostenfrage. Die schweren Goldrahmen kommen nicht in Betracht – sie gehören eh einer anderen Epoche an. Ich fand es aufschlussreich, wie sehr sich die Bilder durch die Rahmung verändern, wie sehr sie auch an Wert gewinnen oder verlieren können.















Die schlichten, schmalen Rahmen gefallen mir persönlich sehr gut. Und bei Landschaften bin ich ein Fan von Passpartous, bei anderen Motiven nicht.
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Vielen Dank für die präzise Rückmeldung, Andrea!
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Danke, das merke ich mir!
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Mir geht es genauso, Landschaften im Passepartouts!
Kreidepastell Zeichnungen im weißen schlichten Rahmen und schwarz/weiß Zeichnungen oder Kohlezeichnungen im schlichten Silberrahmen!
Einen goldenen Rahmen für die Meeres Küstenlandschaft in mitten der abstrakte modernen Werke fände ich total hipp! Das wäre ein Kontrast, der in der Kunst erlaubt sein sollte!😁
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Die Ausnahme (Goldrahmen) inmitten moderner Lösungen ist sicher eine gute Idee. Auch deine anderen Hinweise sind gut, danke!
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Die rote Wand finde ich sehr gut!
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Danke für die Rückmeldung, liebe Babsi!
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🙂
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Tuschezeichnungen auf aufgerauten Pappestreifen: Die finde ich sehr ansprechend.
Die Präsentation von Arbeiten finde ich sehr wichtig.
Meine Frau ist da sehr gut drin. Wir waren bei einer befreundeten Keramikerin, da zeigte sich das erneut.
Ich habe da mit meinen Arbeiten SEHR zu lernen. Aber auch ich kann meiner Frau Tipps geben, wie das GESAMTANGEBOT zu präsentieren wäre. Wir waren zu zweit in einem Künstlerort im September und da war unsere Präsentation supoptimal, denke ich.
Die anderen bieten manchmal einer Keramiklandschaft an, also mehrere Etagen und auch ausladend in Breite und zum Betrachter hin. Das machen sie durch Second-Hand-Materialien wie alten Türen/Obstkisten/alten Bierbänken ect. Ich denke, so muß man es machen“! Meine Frau möchte aber keinerlei altes Material verwenden – was aber m.E. durchaus passen würde..
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Erstmal dankeschön für deinen Comment zu den Tuschezeichnungen. Die mag ich nämlich auch sehr, sie stehen bei mir immer im Regal, obgleich sie eigentlich nicht viel hermachen. Aber sie bewegen etwas in mir.
Zu dem Präsentieren: Alle solche Gedanken und Infos sind mir dienlich, ich suche sie zusammen im Versuch, etwas für mich und für die Umstände Passendes zustande zu bringen.
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Hermachen?!
Ich sah des öfteren in meinem Leben, etwa bei Max Ernst in Basel eine Unmenge kleinere Formate neben eonihen großfornatigen Arbeiten! Was für eine Verschwendung. Was hatte man sich da jeweils dabei gedacht?!
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Die Goldrahmen erschlagen die Bilder geradezu ! Die breiten Holzrahmen finde ich auch zu dominant
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Ja, so sehe ich das auch. Es war eine Zeitlang Mode, aber heute würde niemand mehr so rahmen.
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Oh, sieh da, das Kommentieren funktioniert gerade einmal 😉
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Ich habe gestern meinen Sohn gebeten, sich das Problem anzusehen. Er ist Co-Administrator. Bei ihm gab es überhaupt kein Problem. Er verdächtigt meine alten Systeme. Andererseits: wieso klappt es bei ihm, der die modernsten Fassungen von allem und jedem hat? Ich weiß es nicht.
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Man braucht eben einen gewissen Fatalismus. Dafür freue ich mich wenn es ausnahmsweise funktioniert 🙂
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Die schweren Goldrahmen sind echt zu viel. Da ist dann zwar das Bild gerahmt, aber der Rahmen fällt aus dem Rahmen. 😉 Und auch die leichteren Goldrahmen finde ich störend – sie fallen gleichsam dem Bild ins Wort. Interessanterweise finde ich dagegen die Holzrahmen bei den Landschaftsbildern ganz attraktiv. Es entsteht für mein Empfinden eine Tiefenwirkung, als blicke man durch ein Fenster. Der Trick wird aber, nehme ich an, nur bei wenigen Bildern funktionieren. Besonders attraktiv erscheint mir die Silber-Rahmung. Beispielsweise „kleidet“ er, wie ich finde, die Pastellkreidezeichnung sehr schön. [Hier ist die Rahmengröße durch das ursprüngliche Bild freilich vorgegeben, sonst würde ich den Rahmen hier etwas größer wählen, um dem Bild etwas Luft zum Atmen zu lassen.
Mit einem herzlichen Abendgruß 🐻
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Herzlichen Dank lieber Random, für deine ausführliche Bewertung meiner Rahmungsideen. Das hilft doch sehr.
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Manchmal finde ich es besser, anstatt zu hängen, mit einfachen Bücher oder Bilder Boards zu arbeiten: Für den Besucher (und potentiellen Kunde) erscheinen die Bilder, die darauf stehen, greifbarer, nahbarer. Ausserdem gibt so ein Board einem Raum mehr Kontur. Ist natürlich nur für nicht zu grosse, schwere Bilder geeignet.
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Danke für deinen bedenkenswerten Hinweis!
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Hallo!
Vielleicht nicht dunkelrot, sondern ein „Orange mit Erdfarben-Toenung“ (?)
PS. Die Bilder sind hervorragend. LG und gutes Gelingen.
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Herzlichen Dank – doch wem?
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Da hast Du ja wieder einiges in Dir und digital „bewegt“, und ich staune. Also die Goldrahmen kommen nicht in Frage, sagst Du. Aber schön anzusehen ist es natürlich. Mit oder ohne Passepartout? Mit macht es natürlich noch „wertvoller“, aber auch größer.
Die schlichten Rahmungen der letzten Bilder gefallen mir gut. Diese Bilder brachtest Du ja – zu recht – nicht auf eine rote, sondern graue Wand…Die rote Wand mit blauem und gelbem Flockato darunter sieht natürlich – mit der ersten Bilderreihe – auch Phantastisch aus. Es war aber wegen der Goldrahmungen eher eine digitale Spielerei von Dir…
Nun, ich sehe schon, Du bist am Ausprobieren und schaffst das schon.
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Interessant finde ich, wie Du einzelne Bilder der Rahmung anpaßtest, also „verbreitertest“, d.h. Du hast sie weiter ausgemalt.
Das Landschaftsbild sieht breiter noch schöner aus, aber das schmalere im Passepartout gefällt mir auch sehr.
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Das dunkle Rot ist viel zu rot. Ist zu auffällig.
Keine breiten Goldrahmen, die Tuschezeichnungen sind sehr schön schlicht und passend gerahmt
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Das Rot ist natürlich sehr auffällig, liebe Bruni. Ich habe aber mal in einer Ausstellung einen Raum benutzt, der knallrot gestrichen war. Erst dachte ich: unmöglich. Dann aber merkte ich, dass er eine sehr gute Wirkung entfaltete. -Mein Problem ist, dass ich nach der Ausstellung ja weiterhin im Atelier arbeiten will, und ob mir da Rot zusagt, ist doch sehr die Frage. – Was die Rahmen angeht: natürlich werde ich keine schweren Goldrahmen benutzen, die ich gar nicht habe. Ich fand es aber doch interessant zu sehen, wie sich meine Bilder darin machen. Genauso wie ich keinen schweren Goldschmuck trage (ich trage überhaupt keinen Schmuck), aber in der Türkei einmal ganz fasziniert davon war, wie ich mit Goldschmuck aussehe. Kaufen wollte ich ihn dann doch nicht, weil ich dann alles an mir ändern müsste, um ihn tragen zu können. 🙂
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Ich weiss, dass du es richtig gut machen wirst, liebe Gerda, ganz egal wie wir Leser es jetzt empfinden !
Schmuck wurde dir gut stehen, aber du brauchst ihn nicht🌟🙋♀️
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Nein, liebe Bruni, ich höre sehr genau auf das, was ihr LeserInnen sagt, und es hilft mir sehr, die für mich besten Lösungen herauszufinden. Und klar steht mir Schmuck, Schmuck steht allen Frauen. Aber ich mag keinen tragen. Er ist mir lästig. Und ich seh mich ja nicht. 🙂
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Hallo! Scheint unsere erster Kommentar-versuch ist nicht angekommen: Diese Bildersammlung ist herrlich! Wir schrieben auch, dass ein „Orange mit Erdtoenen“ vielleicht besser waere(?)
LG
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Danke! „Orange mit Erdtönen“ ist als „anonymous“ angekommen, ich habe es gleich ausprobiert.
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Ich empfand es als sehr gute Idee und Gerda wohl auch, sonst hätte sue es nicht ausprobiert
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🙂
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