Bilder bewerten und ausrangieren: Feder, Feder-Aquarell, Pinsel, Schere (1-17)

Als kleine Insel im Fluss ohne Ufer der Malereien und Zeichnungen habe ich vier Sonderentwicklungen und Unikate versammelt, die in meinem Werk keine oder kaum Fortsetzung fanden: Federzeichnungen, Aquarelle mit Feder, Pinselzeichnungen, Scherenschnitte.

Da gibt es die Federzeichnungen. Sicher finde ich noch ein paar, aber systematisch habe ich mich nicht damit befasst.

Die erste kleine Zeichnung mit dem Sukkulententopf machte ich bei einer Frauengruppe in Athen, die sich zum gemeinsamen Zeichnen traf. Ich war damals begierig, meine Fertigkeit im Zeichnen weiter auszubilden und suchte nach Gleichgesinnten. Also ging ich hin und zeichnete. Das Ergebnis war, dass die anderen fanden, dass ich schon zu weit fortgeschritten war, um in die Gruppe zu passen. Dabei hatte ich noch kaum Übung im Zeichnen. Was ich allerdings hatte: Mein Leben lang betrachtete ich die Kunst anderer, und so wusste ich einiges über Bildaufbau, Techniken des Schraffierens etc.

(Bildausschnitt)

Die zweite Zeichnung ist nach einer Darstellung von Don Quichote und Sancho Panza des großen Kupferstechers des 19. Jahrhunderts, Gustave Dore, entstanden.

(Bildausschnitt)

Und das dritte Blatt zeigt schnelle Skizzen einer deutschen Freundin, damals auch meine Nachbarin. Sie zeigen einen nun schon freien Umgang mit dem Medium.

Die Feder kam dann immer mal wieder zum Einsatz als Begleiterin des Aquarells. An diese „Siesta“-Studien, die ich jetzt wieder hervorkramte,  dürften sich manche von euch erinnern.

Statt der Feder benutzte ich gelegentlich auch den Pinsel, zB für diese fünf kleinen und doch sehr ausdrucksstarken Pinselzeichnungen, die ich wieder ausgrub. Aus welchem Jahr sie stammen, weiß ich nicht, aber sie sind wohl jüngeren Datums.

Auch die gemischte Form – Pinsel und Feder – kommt vor, so bei dieser Zeichnung eines Heiligen, den ich nach einer fotografischen Vorlage zeichnete, ich glaube aus Barcelona …

oder diese wilden Stämme von Olivenbäumen (auch jüngeren Datums).

Eine vierte Gruppe bilden die seltenen Scherenschnitte. Als Kinder hatten wir die schwarzen Deckel unserer Schulhefte dafür benutzt, und das tat ich auch bei dieser Wiedergabe einer Szene nach Piero della Francescas „Auffindung des Heiligen Kreuzes“. Ich nahm die Pappe und ein scharfes Messer (mit Scheren kann ich wegen meiner Linkshängigkeit nicht gut umgehen) und schnitt ohne Vorzeichnung.

Als ich es später wiederfand, war ich selbst von meiner frühen Kunstfertigkeit beeindruckt.  Ebenso erging es mir hinsichtlich eines Portraits, das nebenher mit dem Schneidemesser entstand. Ich achtete darauf, dass alle stehenbleibenden Teile miteinander verbunden blieben, also nichts geklebt werden musste.

 

 

 

 

 

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About gkazakou

Humanwissenschaftlerin (Dr. phil). Schwerpunkte Bildende Kunst und Kreative Therapien. In diesem Blog stelle ich meine "Legearbeiten" (seit Dezember 2015) vor und erläutere, hoffentlich kurzweilig, die Bezüge zum laufenden griechischen Drama und zur Mythologie.
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7 Responses to Bilder bewerten und ausrangieren: Feder, Feder-Aquarell, Pinsel, Schere (1-17)

  1. Avatar von Gazelle3 afrikafrau sagt:

    Der HEILIGE sehr professionell die Scherenschnitte einmalig schön und perfekt.
    Deine Bandbreitem Vielseitigkeit unschlagbar- Eine Künstlerin wie dich findet man
    selten-

    eine

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  2. Sehr geil,vielen Dank!

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  3. Einfach genial, Deine Kunst, liebe Gerda!

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