Wovon ich träume (5): Dornröschens Schlaf

„….und alsbald fiel sie nieder in einen tiefen Schlaf.  In dem Augenblick kam der König mit dem ganzen Hofstaat zurück, und da fing alles an einzuschlafen, die Pferde in den Ställen, die Tauben auf dem Dach, die Hunde im Hof, die Fliegen an den Wänden, ja das Feuer, das auf dem Heerde flackerte, ward still und schlief ein …. und um das ganze Schloß zog sich eine Dornhecke hoch und immer höher, so daß man gar nichts mehr davon sah….“

„Dornröschens Schlaf“, digital bearbeitetes Legebild 2020-04-26

Über gkazakou

Humanwissenschaftlerin (Dr. phil). Schwerpunkte Bildende Kunst und Kreative Therapien. In diesem Blog stelle ich meine "Legearbeiten" (seit Dezember 2015) vor und erläutere, hoffentlich kurzweilig, die Bezüge zum laufenden griechischen Drama und zur Mythologie.
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30 Antworten zu Wovon ich träume (5): Dornröschens Schlaf

  1. Gisela Benseler schreibt:

    Oh ja, fast kommt es einem so vor, als sollten wir jetzt in einen tiefen Schlaf versetzt werden, der uns so vorkommt ( vorkommen soll?) wie ein Dornröschenschlaf. Aber Vorsicht! Nicht einschlafen! Wach bleiben! Doch Dein Bild ist Dir wieder wunderbar gelungen, Gerda.

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  2. rotewelt schreibt:

    Ich habe fast ein wenig das Gefühl, dass manche allmählich aufwachen. Aber ob das was bringt…? Für mich ist es noch wie ein Alptraum, auch wenn ich begriffen habe, dass es keiner ist.

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    • gkazakou schreibt:

      Mir scheint, ein kleines Windchen hebt sich….

      Gefällt 4 Personen

      • rotewelt schreibt:

        Sogar Wolfgang Schäuble beginnt zu mahnen, man müsse auch die psychologischen und sozialen Folgen des Shutdowns bedenken.

        Und „Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat um Verständnis für schwierige politische Entscheidungen in der Coronakrise geworben. In einer Regierungsbefragung im Bundestag sagte er heute, „dass wir miteinander wahrscheinlich viel werden verzeihen müssen in ein paar Monaten“. Noch nie in der Geschichte der Bundesrepublik – und vielleicht auch darüber hinaus – hätten in so kurzer Zeit unter solchen Umständen und Unwägbarkeiten mit dem Wissen, das verfügbar sei, „so tiefgreifende Entscheidungen“ getroffen werden müssen. Er sei immer „neidisch auf alle, die schon immer alles gewusst hätten.
        In den vergangenen Wochen hätten alle viel dazugelernt über das Virus und Folgen von Entscheidungen, sagte Spahn. Neben der Politik werde auch für die Gesellschaft und selbst für Virologen und Wissenschaft eine Phase kommen, in der man im Nachhinein feststellen werde, dass man vielleicht an der einen oder anderen Stelle falsch gelegen habe und noch etwas korrigieren oder nachsteuern müsse. Dies finde er in einer Zeit wie dieser „vergleichsweise normal“.
        (gesehen in: https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/112192/Spahn-wirbt-um-Verstaendnis-fuer-schwierige-Entscheidungen-in-der-Coronakrise)

        Gefällt 3 Personen

    • gkazakou schreibt:

      Ich kann den Spahn zwar nicht leiden (wegen Masernimpfpflicht), aber was er hier sagt, ist nachvollziehbar. Als Regierende müssen sie handeln, auch wenn sie nur wenige Variablen kennen.
      Ich möchte mich nicht in die Diskussion verwickeln, ob das Virus gefährlich ist oder nicht, ob es gemacht oder natürlich ist, ob Abstand, Maske, Shutdown angemessene Formen der Reaktion sind. All das kann ich nicht beurteilen.

      Mir geht es um das Thema Selbstbestimmung oder Bevormundung, Freiheit oder Gehorsam, Lüge, Propadanda und Tatsachen. Nicht vergessen kann ich, dass die Maßnahmen der Menschenrechtsbeschneidungen seit langem eingeleitet wurden und wunderbar „ins Konzept passen“. Es begann spätestens 2001, als der „Krieg gegen den Terror“ mit einer dreisten Lüge begründet wurde, in deren Folge eine Reihe schrecklicher Kriege losgetreten und die Massenüberwachung zur Normalität wurde.
      Da sich die Regierungen ansonsten einen Deut für Menschenrechte interessieren (ich nenne nur das Beispiel Assange), und auch nicht für Menschenleben (zB die Waffengeschäfte mit den Saudis, die Sanktionen gegen Syrien), auch nicht für Gerechtigkeit und Solidarität (zB die Krisengewinnler, die nicht für die Krisenopfer bezahlen werden) ist ihre plötzliche Sorge um uns Menschlein nicht glaubwürdig. Ich möchte eine andere politische Agenda sehen, die tatsächlich von globaler und nationaler Mitmenschlichkeit geprägt ist. Dann, nur dann, würde ich ihnen ihre Besorgnis abnehmen. –

      Gefällt 5 Personen

  3. nandalya schreibt:

    Wie du vielleicht weißt bin ich auf vielen Seiten unterwegs, soll heißen ich höre mir (fast) alle Meinungen an. Vor einer Weile bin ich auf ein mittlerweile gelöschtes Video gestoßen, in dem sich ein junger Student über die Macht des Staates und die Ohnmacht der Bürger geäußert hat. Sein Tenor war, dass der Staat immer nur soviel „Druck“ ausübe, um den Bogen nicht zu überspannen. Danach werden die „Maßnahmen“ wieder leicht gelockert und scheinbare Normalität tritt ein. Proteste lässt man ansatzweise zu, diskreditiert jedoch die Veranstalter.

    Gefällt 3 Personen

  4. Mitzi Irsaj schreibt:

    Wunderschön. Und passend.

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  5. Ulli schreibt:

    Dieser Beitrag von dir, liebe Gerda, korrespondiert mit meinem hier:
    https://cafeweltenall.wordpress.com/2020/04/22/blaue-bilder-und-musik/ – dazu muss man aber auch das Lied von Haindling anhören und nicht nur die Überschrift lesen …
    Ja, manchmal möchte man nur schlafen, aber ich will das gerade gar nicht – schwierig ist nur, dass man ziemlichen Anfeindungen ausgesetzt ist, wenn man nicht die „Lämmermeinungen“ teilt. Aber da muss ich dann eben durch. Wold-Dieter Storl hat heute auch einen wunderbaren Beitrag geleistet und Zack wurde er zu den Verschwörungstheoretikern gezählt – zum heulen! „Die Krone der Viren: https://www.storl.de/gesundheit-phytotherapie/die-krone-der-viren/?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_term=https%3A%2F%2Fwww.storl.de%2Fgesundheit-phytotherapie%2Fdie-krone-der-viren%2F&utm_content&utm_campaign=Die+Krone+der+Viren
    liebe Grüße
    Ulli

    Gefällt 4 Personen

  6. Arabella schreibt:

    Wunderbare Beschreibung des momentan bestehenden Zustandes!

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  7. Johanna schreibt:

    Ich danke für das wunderbare Bild, was wie ein Kokon erscheint… ist Umwandlung möglich? Ich behalte Hoffnung, obwohl es wohl zunächst noch dicker kommen muss..

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  8. kormoranflug schreibt:

    Ein sehr schönes Bild vom Dornröschen und der Umgebung.

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  9. Sehr gelungen! Mit solchen Illustrationen würden die Märchen gewinnen…

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  10. www.wortbehagen.de.index.php schreibt:

    Ein faszinierendes Märchen war es immer für mich.
    Eine Fee verwünschte alles, was zur Schlossgesellschaft gehörte.
    Aber auch ein *tausendjähriger Schlaf* geht vorbei und alles beginnt wieder zu leben.
    Tausend Jahre wollen wir nicht schlafen, und auch eines wäre uns schon zu viel.
    Hoffen wir, daß um uns Menschen keine Dornenhecke wächst, liebe Gerda

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  11. kutukamus schreibt:

    Lovely art 🍸

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