Mani – Athen

Gestern nachmittag machte ich einen langen Abschiedsspaziergang, da wir für ein paar Tage in Athen sein müssen. Ich traf eine Schafherde im Olivenhain…

einen Löwe  hoch oben auf einem Torpfosten …

das Bergdorf Groß-Mantinia, das ich hier bereits hinter mir gelassen habe.

Jenseits der Schlucht wird ein Steinhaus, ganz ähnlich dem unsrigen, sichtbar. .

Heute vormittag dann betrachtete ich die Rose, die sich seit Tagen vorbereitete, um zu blühen. Ihre volle Blüte werde ich leider nicht miterleben, aber eine neue Knospe bereitet sich vor.

Die weißen Rosen werden wohl auch noch blühen, wenn ich zurückkomme

Während ich vom Garten Abschied nahm, hörte ich es draußen bimmeln und sah zwei ungewöhnliche Spaziergänger an unserem Haus vorbeiziehen: eine große scheckige Ziege mit bimmelnder Glocke und ein schwarzer Hund als Begleitschutz. So zogen sie dahin, die Straße hinauf. Ich rannte ein wenig hinterher, um euch das Paar zeigen zu können…

Fahrt nach Athen. Unterwegs holten wir uns eine Bohnensuppe aus einer dörflichen Taverne – in einer Plastikschale. Die löffelten wir neben dem menschenleeren Tavernengarten, auf einer ausrangierten Bank sitzend und mit Plastiklöffeln, da Menschen wie ich (ohne Impfzertifikat) nicht bedient werden dürfen. Es ist so lächerlich.

In Attika empfingen uns Starkverkehr und Nieselregen. Der Bick von unserem Balkon ist aber auch nicht schlecht, den Moloch Athen ahnt man hier nur wegen der veränderten Himmesfarbe.

Über gkazakou

Humanwissenschaftlerin (Dr. phil). Schwerpunkte Bildende Kunst und Kreative Therapien. In diesem Blog stelle ich meine "Legearbeiten" (seit Dezember 2015) vor und erläutere, hoffentlich kurzweilig, die Bezüge zum laufenden griechischen Drama und zur Mythologie.
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14 Antworten zu Mani – Athen

  1. rotewelt schreibt:

    Wie schön, deine Bilder von der grünen Landschaft mit Olivenbäumen und sogar frischen Rosen – da würde ich mich am liebsten auf der Stelle hinbeamen. Ziege mit Begleithund – ein lustiges Paar!

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  2. Gisela Benseler schreibt:

    Oh welch wunderbare Abschiedsbilder von der Mani! Wie ein Paradiesgarten.🌄

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  3. Christiane schreibt:

    Ich freue mich über den Olivenhain, es wird dich nicht wundern, aber auch sehr über den Löwen 😁🦁
    Eine gute Zeit in Athen!
    Nachtgrüße 😁☁️✨🍷🍪👍

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  4. Ulli schreibt:

    Mir scheint, dass dir der Wechsel von der Mani nach Athen immer schwerer fällt, was ich nur zu gut nachvollzeiehen könnte, obwohl natürlich auch die Stadt ihre Reize hat, aber mit diesem Pandemiegedöns wahrscheinlich weniger frei zugänglich ist 😦

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    • gkazakou schreibt:

      Danke, Ulli. Genauso ist es. Ich würde am liebsten ganz in der Mani bleiben. Hier in Athen bin ich eine „Behinderte“. Alle Orte, die mich reizen – Museen, Cafes, Galerien, Buchhandlungen, Konzerte – sind für mich gesperrt. Nicht mal in ein Schuhgeschäft kann ich gehen und „laufe auf zerrissnen Sohlen“ (G. Benn, Turin) So zurückgeworfen in den Urzustand fühle ich mich nur in der Natur als Mensch.

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      • Ulli schreibt:

        Mir geht es ja leider nicht anders. Nun wohne ich endlich mit Kultur rundrum und kann davon nichts nutzen, es sei denn ich ließe mich impfen, meine Genesung gilt ja nicht mehr. Aber noch ist meine Abwehr gegenüber der Impfe größer als die kulturelle Not, wobei ich mir manchmal schon etwas mehr Inspiration wünsche. Nun denn …

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    • gkazakou schreibt:

      Ach, schlimm, Ulli. Mein Mitgefühl. Dass sich auch die Genesenen, die offenbar eine viel breitere und länger wirkende Immunität haben als die Geimpften, impfen lassen müssen, beweist, wie so vieles andere, dass es nicht um Gesundheit geht und auch nie gegangen ist. Wo sind wir nur als Menschheit gelandet? : „Jeder muss sich impfen lassen, nicht einmal, nicht zweimal, sondern für immer“. Und „Nur mit Impfpass bist du ein Mensch“. Das Schlimme ist, dass der, der einknickt, bald aufhört ein Mensch zu sein. er wird zur Marionette eines immer unverschämter auftretenden Systems. So sehe ich es. .

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  5. Bei mir nahmen die Antikörper nach der Genesung sehr schnell ab, liebe Gerda.
    Der Zusammenbruch kam damals (2. Nov. 2020) sehr schnell und sehr heftig und doch verabschiedeten sich die gebildeten Antikörper so schnell wieder, daß es kaum zu glauben war…

    Dein erstes Foto ist paradiesisch, die Schafe im Olivenhain. Wunderschön.
    Ziege und Hund waren alleine unterwegs? Scheinbar wußten sie genau, wo sie hinsollten…

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  6. Johanna schreibt:

    …auch nicht schlecht 😅

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