Il mare! Η Θάλασσα! Das Meer! und Blumen. (Fotografien)

So fern und doch so nah.

Wo denn? Na, da unten, siehst du denn nicht die glänzende Fläche?

Seit zwei Wochen suchte ich beim Spazierengehen ein Fleckchen Erde, von wo aus ich das Meer sehen kann. Es war auch schlechtes Wetter, der Horizont verhangen. Und dann sah ich es. Freude und Erleichterung. Ja, es ist weit weg, momentan unerreichbar. Aber mein Auge hat es erspäht, und ich fühle die Weite. Auch das Vorgebirge der Peloponnes und eine Ahnung der Inseln konnte ich heranzoomen. Endlich weicht das Gefühl des Eingesperrtseins, und Hoffnung macht sich breit.

Und im Vorjahr?  wieder ist die Sehnsucht da und schmerzt.

Es  sind auch die Blumen, die Olivenbäume meiner Mani -und ich kann sie nicht sehen (Fotos vom Vorjahr). Haus und Atelier stehen leer und verlassen, die Freundinnen, die im Vorjahr zum gemeinsamen Zeichnen kamen, sind jetzt selbst in Klausur. Verlorener Frühling.

Doch ist das nicht ungerecht? Bietet die Natur nicht auch hier ihre Schönheit an, dass ich sie sehe? Der Himmel ist jetzt knallblau und glänzt vor Sauberkeit, nach Tagen des Regens und Sturms. Die Bäume treiben auch hier aus, der Boden ist übersät von Büten. Was soll das Gejammer? „Das Bessere ist des Guten Feind“, sagen die Griechen. Recht haben sie. Und jetzt gehe ich eine Runde. Tito wartet schon. (Fotos von gestern)

 

 

 

 

Über gkazakou

Humanwissenschaftlerin (Dr. phil). Schwerpunkte Bildende Kunst und Kreative Therapien. In diesem Blog stelle ich meine "Legearbeiten" (seit Dezember 2015) vor und erläutere, hoffentlich kurzweilig, die Bezüge zum laufenden griechischen Drama und zur Mythologie.
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22 Antworten zu Il mare! Η Θάλασσα! Das Meer! und Blumen. (Fotografien)

  1. Gisela Benseler schreibt:

    Ja, das ist doch ein „Silberstreif am Horizont“. Und das Gefühl des Eingesperrtseins läßt ein wenig nach. Auch ich vermisse das Meer ( die Ostsee). Sie ist auch für mich sowohl in Schleswig-Holstein als auch in Mecklenburg-Vorpommern tabu, unerreichbar. Und nicht einmal einen Schimmer sehe ich davon.

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  2. afrikafrau schreibt:

    Der Atlantik weit weg, ich stelle ihn mir einfach vor, ich wäre dort unter den Palmen……..

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  3. finbarsgift schreibt:

    Wunderschön deine Fotos liebe Gerda 😊
    Vom Ländle aus ist das geliebte Meer erst weit weg! Ohne Flieger sowieso 😣
    Herzliche Grüße vom Lu zum Osterfest

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  4. athenmosaik schreibt:

    Ach Gerda wie schön! Ich hoffe auch noch von einer Stelle aus das Meer zu sehen bei meinen Streifzügen durch Peristeri. Bisher vergeblich. Und wie mir Andros fehlt, und der Frühling dort. Danke für die Erinnerungsbilder der Frühlingsblumen!!

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    • gkazakou schreibt:

      Danke, Julia. Ja, es ist tröstlich, es von Ferne zu sehen. (Heute starb auf Andros ein Mann, las ich, 41 Jahr alt). Bleib gesund und tröste dich mit allem Schönen! Eine Umarmung!

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  5. PPawlo schreibt:

    Ja dann ein frohes Osterfest am Meer in all dieser herrlichen Fülle ! Herzlich, Petra

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  6. rotewelt schreibt:

    Schon hart, das Meer „nur“ zu sehen, aber sich ihm nicht nähern zu dürfen. Ich verstehe das gut, auch wenn ich hier gern solche einen weiten „Horizont“ hätte in diesen Tagen. Auch schade, dass du nicht auf die Mani darfst. Trotzdem hast du noch eine große Naturfülle um dich herum. Tja, manchmal hilft schon Heranzoomen, aber hoffen wir, dass wir das bald alles wieder aus der Nähe sehen dürfen. Liebe Grüße aus dem heute extrem vollen Schwarzwald.

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    • gkazakou schreibt:

      Du verstehst mich, danke dafür. ich weiß, ich sollte nicht nörgeln und klagen…Aber das Meer von Ferne sehen ist eben nicht es fühlen, riechen, hören, mit seiner Bewegung gehen, in seine Weite weit werden. Es ist, wie auch die Menschen jetzt, so weit weggerückt. Wie die Freundin, die du mit dem Fernglas erspähst und du kannst sie nicht umarmen.
      Ihr habt Ostern, nicht wahr? Da fahren die Leute wohl ins Grüne. Hier ist es untersagt. Polizeikontrollen überall, sogar mit Drohnen. Die nächsten zwei Wochen, heißt es, seien entscheidend. Heute starb einer, der war 42, er war der 91. Tote. Man zählt sie noch einzeln, und nicht nach Hekatomben, wie in Italien, Spanien und den USA. darüber bin ich froh, also muss ich mich gedulden. Liebe Grüße!

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      • rotewelt schreibt:

        Klar verstehe ich dich, vor allem als Meerliebhaberin. Tja alles rückt weiter weg.Hier in Deutschland darf man ja wenigstens noch raus und das haben die Menschen heute verständlicherweise ausgenutzt. Komisch nur, dass es sonst in meinen bevorzugten Ecken niemals so voll war bisher. Über Drohnen redet man hier auch, genauso wie über Smartphoneüberwachung, „freiwillig“. Was die Toten betrifft, so gibt es ja mittlweile mehr Kritik bezüglich der Zahlen: Wer ist mit und wer ist durch das Virus gestorben? Hier kommen nun doch immer mehr Wissenschaftler zu Wort, die nicht zu den Regierungsberatern gehören. Ja, Geduld brauchen wir alle! Liebe Grüße nach Griechenland, Ute

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  7. mmandarin schreibt:

    Auch ich träumte heute vom Meer. Aber…. es muss ein Traum bleiben. Der neue Garten ist eine wunderbare Oase. Die alten Birken entfalten ihre Blätter und der Weidenlaubsänger singt so wunderbar. Nein, es wäre ungerecht zu meckern. Aber ich verstehe dich so gut. Mir fehlen die Freunde. Es ist aber irgendwie tröstlich, dass wir alle im gleichen Boot sitzen. Bleib gesund. Das ist das Wichtigste derzeit. Liebe Grüße Marie

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  8. kopfundgestalt schreibt:

    Noch im Januar sah ich das Meer jeden Morgen und jeden Abend…

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  9. Mir helfen zur Zeit Fotos über die meerlose Zeit hinweg…

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  10. www.wortbehagen.de.index.php schreibt:

    Von hier ist das Meer immer fern, liebe Gerda, und wie schön wäre es, wenn es in der Nähe liegen würde, aber ich finde es zwischen Flüssen und Bächen auch ganz prim..
    Aber wie gut verstehe ich Deine Sehnsucht. Das Haus, die Außenanlage mit all Deinen Schätzen und natürlich das Meer einen Steinwurf entfernt. Hier wohnt Dein Herz, aber Du hast Deinen Mann um dich, den Tito, den meist treuen und die Natur blüht und grünt, als gäbe es keinen coronavirus. In die Mani kommst Du bestimmt bald, Gerda, und das wird ein großes Fest werden.
    Ein frohes Ostern Dir, auch wenn Ihr es jetzt noch nicht feiert.

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    • gkazakou schreibt:

      Danke, Bruni. Mit Flüssen, Bächen, Seen, Teichen wäre ich auch gut bedient. Aber die gibt es hier nicht. Überhaupt kein Wasser. der Bach unterhalb des Hauses mit dem schönen Namen Sapphous führt nur manchmal, wenn es sehr stark regnet, Wasser, sonst ist er knochentrocken, so auch jetzt. Wenn ich mal ein geplatztes Rohr sehe, aus dem Wasser quillt, jubele ich. Heute war es erstmals heiß, ich ging erst am späten Nachmittag und suchte Schatten. Na ja. Es geht schon, muss ja. Und tatsächlich gibt es hier auch schöne Ecken.
      Genieß den Frühling! Liebe Grüße zu eure Ostern (wir feiern ja erst in einer Woche)! Gerda

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  11. www.wortbehagen.de.index.php schreibt:

    Ich erinnere mich, als wir vor sehr vielen Jahren durch Spanien fuhren an die total trockenen Flußbetten. Restlos alle waren so ausgetrocknet, daß ich mir nicht vorstellen konnte, daß da jemals Wasser durchfließen könnte…. Ich kann mir gut vorstellen, wie Du das Fließen und Rauschen, das Plätschern des Wassers vermißt, liebe Gerda

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