Monastiraki und Akropolis. Bummel mit Julia

Viele von euch werden das schöne „Athenmosaik“ von Julia Büttner kennen. Ich liebe ihre Foto- und Text-Beiträge sehr, da sie die Stadt mit einem ganz frischen Blick erfassen.  Heute hatten wir uns um drei zu einem Stadtbummel verabredet – zu spät, um noch in Museen oder Ausgrabungsstätten zu gelangen, doch die Straßen sind ja Tag und Nacht offen. Schön war es, in dem grauen Licht herumzuspazieren, uns zu unterhalten und schließlich auf dem Musenhügel gegenüber der Akropolis auszuruhen.

Ein bisschen habe ich skizziert: Zuerst den Platz von Monastiraki, der von Menschen wimmelte, von der alten Moschee aus gesehen. Später dann, vom Musenhügel aus, die Akropolis, den Lykabettos und die unendliche Stadt. Als Julia mich so kritzeln sah, bekam sie auch Lust zu zeichnen. Schließlich hat sie mal die Kunstakademie in Saloniki besucht, wo man das genaue Zeichnen verlangte. Gemocht hatte sie das damals freilich nicht besonders, wie sie mir erzählte. In Deutschland sei man da doch schon weiter gewesen, machte Video- und Performance-Kunst, anstatt Modelle naturgetreu abzuzeichnen.

Wie meistens habe ich meine Zeichnungen zu Haus mehr schlecht als recht fotografiert. Die ungleichmäßige Ausleuchtung führt, wenn ich einfache Filter von Fotoshop verwende oder die Farben verstärke und verschiebe, du interessanten Bild-Effekten.  Man kann die Bilder vergrößern, indem man sie anklickt.

Der Monastiraki-Platz, Samstag gegen halb vier Uhr nachmittags, von oben von der alten Moschee aus gezeichnet, die Bleistiftskizze habe ich zweimal fotografiert und bearbeitet.

Die Akropolis, vom Musenhügel aus, Bleistiftskizze und drei Bearbeitungen

Akropolis (rechts), Lykabettos (links), dazwischen große Bäume. Bleistiftskizze und drei Bearbeitungen.

Parklandschaft auf dem Musenhügel, dahinter die Stadt Athen. Original-Bleistiftskizze und drei Bearbeitungen.

Julia Büttners Rapidograph-Zeichnung von der Akropolis habe ich schon vor Ort fotografiert, daher ist sie gleichmäßiger ausgeleuchtet. Dennoch habe ich mir gestattet, auch dies Foto mit denselben Filtern wie oben dreimal zu bearbeiten.

Und wie sah es von da oben aus, wenn man einfach nur knipste? (iphone)

Über gkazakou

Humanwissenschaftlerin (Dr. phil). Schwerpunkte Bildende Kunst und Kreative Therapien. In diesem Blog stelle ich meine "Legearbeiten" (seit Dezember 2015) vor und erläutere, hoffentlich kurzweilig, die Bezüge zum laufenden griechischen Drama und zur Mythologie.
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12 Antworten zu Monastiraki und Akropolis. Bummel mit Julia

  1. Ulli schreibt:

    Eine Freude ist es deine und auch Julias Zeichnungen zu betrachten, danke fürs Mitnehmen!
    herzlichst, Ulli

    Gefällt 4 Personen

    • gerda kazakou schreibt:

      danke, Ulli. Und Mitnehmen: immer gern. Dachte viel an dich heute, waren ja auf gleichen wegen unterwegs. Sind ja nur armselige Skizzen, aber mir gefallen sie, vor allem macht mir Eindruck, wieviel mehr ich wahrnehme, wenn ich sie mache, als wenn ich nur schaue oder fotografiere. Dies Wahrnehmen schlägt sich nicht unbedingt in der Zeichnung nieder, aber es ist sehr einprägsam, so dass ich es auch hinterher nicht vergesse.

      Gefällt 3 Personen

      • Ulli schreibt:

        So, so, liebe Gerda, armselig sind sie, deine Skizzen?! Das lasse ich jetzt aber nicht gelten, es geht ja nicht nur um die Striche, wobei, um sie auch …
        Ich fand es spannend deine Zeichnungen und Julias hintereinander anzuschauen, ohne eins gegen das andere zu setzen, so sehe ich eben Unterschiede – ach, da schwatzen wir lieber einmal bei einem Glas Wein drüber als hier …

        Gefällt 1 Person

    • gerda kazakou schreibt:

      dies Glas Wein steht schon ne Weile hier rum. Ich denke, ich trinke es jetzt mal allein aus und besorge einen neue Flasche, wenn du dann mal wieder vorbeikommst. 🙂

      Gefällt 1 Person

  2. wechselweib schreibt:

    Die Akropolis sieht witzig aus, als hätte ein verspielter Riese ein paar Bauklötze in die Gegend gesetzt. 🌈

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  3. Katrin - musikhai schreibt:

    Die Ähnlichkeit der Zeichnungen mit dem ersten Foto sind gut zu erkennen.Toll!

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  4. www.wortbehagen.de.index.php schreibt:

    Sie sind sehr interessant, Deine Skizzen, liebe Gerda, und die vom Monastiraki-Platz zeigen das Menschengewimmel deutlich und klar, obwohl man keinen einzelnen erkennen könnte. Das Gewimmel zeigt die lebendige Stadt und es ist schön, das in Deinen Zeichnungen erkennen zu können.
    Unterschiedlich, die Skizzen Deiner Freundin und Dir und doch beide in ihrer Art vollkommen.

    Gefällt 1 Person

    • gkazakou schreibt:

      Danke Bruni! Auf dem ersten Bild wimmeln Menschen, auf dem letzten Häuser. Das war mal ne neue Erfahrung beim Zeichnen: so viele Striche sind nötig! In Wirklichkeit waren es noch viel mehr Leute, aber dann hätte ich den Platz auch gleich schwarz anstreichen können. 😉

      Gefällt 1 Person

  5. kunstschaffende schreibt:

    Da schließe ich mich Ulli an, von wegen armselig, daß Gegenteil davon ist zutreffend! Und in Kirchen zu zeichnen ist bestimmt sehr spannend, denn da gibt es so viele Kunstwerke! Kunst in Kunst ist bestimmt auch eine Herausforderung!
    Dein Erlebnis mit Deiner Eulentasche ist Gott sei Dank gut ausgegangen! Die Eule ist wohl Dein kleiner Schutzengel!🙏 Du hättest auch stürzen können!🙈🙆‍♀️

    Sei herzlich gegrüßt
    Babsi

    Gefällt 1 Person

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